„Eine Wechseljahre-Maßnahme für alle Branchen“ – funktioniert das wirklich?

Meine Erfahrung aus Projekten im betrieblichen Gesundheitsmanagement zeigt: meist nicht.

In den letzten Wochen habe ich in einem ambulanten Pflegedienst mehrere Maßnahmen zur Frauengesundheit umgesetzt – vom Fachvortrag über eine vierteilige MenoTalk Lunch & Learn-Reihe bis hin zu einem Führungskräftetraining.

Dabei wurde erneut deutlich:

Maßnahmen zur Frauengesundheit müssen an die jeweilige Branche angepasst werden.

Denn die Stressoren von Frauen unterscheiden sich je nach Arbeitsumfeld erheblich.

In der Pflege prägen häufig Schichtdienst, Zeitdruck und körperliche Belastung den Arbeitsalltag.
In der Produktion spielen zusätzlich Faktoren wie Arbeitsumgebung, Temperatur oder körperliche Anforderungen eine Rolle.
In Büroberufen stehen dagegen oft mentale Belastung, Termindruck, lange Bildschirmarbeit oder Konzentrationsanforderungen im Vordergrund.

Was jedoch alle Branchen verbindet:

Stressoren wirken als Verstärker von Wechseljahresbeschwerden.

Deshalb reicht es im BGM nicht aus, nur über hormonelle Veränderungen zu informieren.
Wir müssen auch die arbeitsbedingten Belastungen und Rahmenbedingungen mitdenken.

Das bedeutet in der Praxis:

• andere Beispiele aus dem Arbeitsalltag
• andere Strategien zur Entlastung
• andere Umsetzungsbedingungen für Maßnahmen

Erst wenn hormonelle Veränderungen und Arbeitsrealität zusammen betrachtet werden, entstehen wirklich wirksame Angebote zur Frauengesundheit.

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